Europa,  Europa,  Reisen

Toskana Rundreise im Frühling

Im April 2022 haben wir eine neuntägige Camper Rundreise durch die Toskana gemacht. Wir haben unterwegs relativ spontan entschieden, wo wir hinwollen, aber es ist eine wirklich schöne Runde dabei herausgekommen.

Tag 1: Anreise – San Rocco (Riviera)

Am ersten Tag sind wir 800km bis nach San Rocco gefahren. Dort hatten wir uns einen Stellplatz ausgesucht. Die Wohnmobilstellplätze heißen in Italien ‚Area sosta camper’. Hier darf man offiziell stehen. Manchmal muss man ein paar Euro bezahlen.

Tag 2: San Rocco – La Spezia

Am 2. Tag haben wir uns auf den Weg nach La Spezia gemacht – dem Ausgangspunkt für Cinque Terre. Auf dem Weg über die Passstraße liegen nette kleine Örtchen, durch die man kurz spazieren kann, beispielsweise Legnaro. Den Nachmittag haben wir in Monterosso al Mare verbracht, ein Ort der Cinque Terre. Die Parksituation ist schwierig und wir mussten eine Weile am Parkhaus warten, bis ein Platz frei wurde. Dafür gibt es einen sehr schönen Strand. Hunde sind nur außerhalb der Saison am Strand erlaubt.

Tag 3: Cinque Terre

Geparkt haben wir im Parkhaus am Bahnhof in La Spezia. Das hat den Vorteil, dass man dort gleich in den Zug einsteigen kann. Da leider Ostersonntag war, haben wir 1,5 Stunden am Parkhaus anstehen müssen.  Mittags war aber eh sehr viel los, da war das nicht so schlimm. Wir haben uns dafür entschieden 3 der 5 Dörfer zu besichtigen, mit einer Wanderung zum letzten und schönsten Dorf.

  • Vernazza: gilt als eines der schönsten Dörfer und es hat auch viel Charme. Es war nur leider auch sehr voll. In den kleinen Seitengässchen war aber sehr wenig los. Am schönsten ist der Hafen mit Blick aufs Dorf.
  • Riomaggiore: ist das südlichste Dorf der Cinque Terre. Auch hier hat man tolle Aussichten auf die bunten Häusschen. Vom Bahnhof läuft man durch einen Tunnel, der bis in die Altstadt führt.
  • Manarola: bis hier sind wir von Riomaggiore etwa 3,5 km im Sonnenuntergang gewandert. Am Wegrand blühen viele Blumen und man bewegt sich an der Steilküste am Meer entlang. Manarola hat uns am besten gefallen. Wenn man vom Zentrum Richtung Meer läuft und sich rechts hält, hat man einen ganz tollen Blick auf die bunten Häuser, die in den Fels gebaut wurden. Manarola und die Wanderung dorthin, hat uns am besten gefallen. Wir würden es beim nächsten Mal wieder genauso machen.

Von Manarola ging es mit dem Zug zurück nach La Spezia zum Ausgangspunkt. Achtung, abends fahren die Züge deutlich seltener.

Tag 4: La Spezia – Camping Le Carbonaie

Den Ostermontag haben wir am Hundestrand in Marina den Lago di Torre Puccini verbracht. Der Strand ist 2 km lang und es gibt einen großen Parkplatz direkt davor. Der Strand war schön leer mit den Apuanischen Alpen im Hintergrund. Nur Schatten gab es keinen. Im April kein Problem, im Sommer sollte man an einen Sonnenschutz denken.

Übernachtet haben wir auf dem wunderschönen Campingplatz Agricampeggio Le carbonaie. Man ist schön abgelegen in den Bergen und hat tolle Aussichten ins Tal. Es gab verschiedene Tiere, die auf dem Campingplatz leben und es wirklich gutes Essen.

Tag 5: Florenz

Mit dem Zug ging es nach Florenz, da der Verkehr dort furchtbar sein soll. Geparkt haben wir in Pistoia (Parcheggio San Gorgio) für 2 Euro pro Tag.

Die Zugfahrt dauert 40 Minuten und kostet 4,70 pro Weg für einen Erwachsenen und 2,40 für Hunde. (Stand April 2022)

In Florenz haben wir einen Spaziergang durchs Zentrum und hoch zum Rosengarten gemacht. Die Rosen haben allerdings noch nicht geblüht. Von dort oben hat man aber auch eine schöne Aussicht über die Stadt. Besonders gut hat uns die  Ponte Vecchio gefallen. Die älteste und schönste Brücke von Florenz spannt sich über den Fluss Arno. Auf der Brücke befinden sich viele kleine Läden, die haupsächlich Schmuck verkaufen.

Tag 6: Le Carbonaie – Chianti Route bis Monteriggioni

Mit der schönste Teil unserer Reise war die Fahrt auf der Chianti Route von Florenz nach Siena. Am ersten Tag sind wir von Florenz über San Casciano und Mercatale nach Panzano gefahren. Je nach Zeitplan, kann man einen kurzen Spaziergang durch die hübschen kleinen Dörfer machen. Danach ging es weiter nach Radda und Castellina. Auf dem Weg finden sich viele Weingüter mit schönen Zypressenalleen, bei denen man Weinroben machen und Wein und Olivenöl kaufen kann. Was wir natürlich auch getan haben. Unser letzter Halt an diesem Tag war Monteriggioni. Hatten wir ursprünglich gar nicht auf dem Schirm, wurde uns aber mehrfach von Italienern empfohlen. Es ist eine alte Burganlage, die auf einem Hügel steht und ist wirklich einen Besuch wert. Auf der mittelalterlichen Stadtmauer kann man laufen, der Boden besteht allerdings aus einem Gitter, das für Hundepfoten nicht so geeignet ist.

 

Tag 7: Monteriggioni – Siena

Der letzter Teil der Chiantiroute führte uns bis nach Siena. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen, auch wenn wir sie an einem Regentag besucht haben. Der Dom ist wirklich schön und kann für 4 Euro besichtigt werden – natürlich ohne Hund.

Tag 8: Siena – Marina Cecina

Von Siena aus haben wir einen Zwischenstopp an der Abbazia di San Galgano gemacht. Die Ruine einer Abtei ohne Dach gilt als das erste bedeutende gotische Bauwerk in der Toskana. Auch hier hat es geregnet, was die Stimmung aber eigentlich noch besonderer gemacht hat.

Danach ging es weiter nach Cecina di Marina. In Cecina die Marina sind wir durch den Pinienwald spaziert, in dem sich rosa Alpenveilchen finden. Auf der anderen Seite liegt das Meer mit einem langen Strand, an dem auch Hunde erlaubt sind. Hier hat Aiko Bekanntschaft mit dem Mittelmeer gemacht und wollte gar nicht mehr weg.

Tag 9: Cecina di Marina – Heimfahrt

Den letzten Tag haben wir auch wieder am Strand und im Pinienwald von Marina di Cecina verbracht, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben.

Abschließend können wir sagen, dass die Italiener sehr hundefreundlich waren. Wir haben kein Restaurant erwischt, in dem Hunde nicht erlaubt waren und es kamen auch ständig Leute an, die den „bello collie“ bewundern und streicheln wollten. Wäre für einen Hund, der die Aufmerksamkeit nicht so genießt wie Aiko, wahrscheinlich schon fast zu viel des Guten gewesen. ?

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.