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Tipps zum Wandern mit Hund

Gemeinsam mit dem eigenen Hund beim Wandern Abenteuer erleben macht unheimlich viel Spaß. Hier findest du einige Tipps und Hinweise, damit ihr von Anfang an Spaß zusammen habt.

Wie fange ich an?

Wie bei anderen Sportarten auch, sollte man seinem Hund erst eine längere Wanderung zumuten, wenn dieser vollständig ausgewachsen ist. Bei vielen Hunden ist dies nach einem Jahr der Fall. Bei großen Rassen, kann es auch später sein. Zur Eingewöhnung können aber auch junge Hunde schon mit, wenn man sie zwischendurch trägt, z.B. in einem Rucksack. Der Welpe kann so mit dabei sein und sich an die Aktivität und die neuen Eindrücke gewöhnen, ohne Muskeln, Knochen und Gelenke zu überlasten. Bei älteren Hunden, Hunden mit Vorerkrankungen oder sonstigen Zweifeln macht ein vorheriger Check-up beim Tierarzt immer Sinn.

Am Anfang ist es wichtig, dass sich der Hund an die Dauer und Intensität der Wanderungen gewöhnen kann. Wenn ich zum Beispiel im Urlaub eine vierstündige Wanderung plane, sollte ich in den Wochen davor, die Gassirunden langsam auf diese Zeitspanne ausdehnen. Der Körper muss sich langsam daran gewöhnen können. Das tut im Übrigen auch uns Menschen gut und veringert die Chance auf Muskelkater. Dreht man seine Gassirunden nur im Flachland, macht es Sinn, am Wochnende auch mal eine Runde mit mehr Höhenmetern auszusuchen, wenn man dies auch im Urlaub vor hat. Beobachtet man seinen Hund dabei, lernt man mit der Zeit die Anzeichen für Müdigkeit zu erkennen. Aiko lässt beispielsweise seinen Schwanz immer weiter hängen, je müder er wird.

Die Ausrüstung

  • ein gutes Geschirr, bei schwierigeren Wanderungen evtl. ein Sicherheitsgeschirr
  • ausreichend Wasser für sich selbst und den Hund
  • Faltnäpfe nehmen wenig Platz im Rucksack weg
  • ein Leuchthalsband oder Leuchti, falls man in die Dunkelheit kommt
  • lange Leine oder Schleppleine
  • Pfotenschuhe
  • 1. Hilfe Set
  • evtl Tracker
  • Leckerlis

Tipps

  • Beachte, ob auf den Wanderwegen Leinenpflicht herrscht
  • Achte auf Gefahren und denke für deinen Hund mit
  • ein Geschirr mit Henkel (wie z.B. das Ruffwear Flagline Harness) hat uns schon oft gute Dienste geleistet, wenn wir Aiko bei schwierigen Passagen helfen wollten
  • regelmäßig Trinkpausen machen, auch wenn der Hund sich nichts anmerken lässt
  • Pfoten kontrollieren, sie werden bei steinigem Gelände schnell wund
  • lieber umkehren, als etwas zu erzwingen
  • die Wetterlage im Blick behalten und bei Verschlechterung umkehren
  • einen Plan B haben, falls der Hund sich verletzt und nicht mehr laufen kann

Verhalten bei Weidevieh

  • Weidevieh, wenn möglich, weiträumig umgehen
  • ruig verhalten und die Tiere nicht erschrecken
  • Mutterkühe beschützen ihre Kälber, daher Hunde fernhalten
  • Hund auf der den Kühen abgewandten Seite an der kurzen Leine führen
  • Greift ein Weidetier an, den Hund sofort ableinen. Hunde sind im Normalfall schneller als die Kuh.
  • Sich näherndem Weidevieh nie den Rücken zudrehen, ruhig beiben und langsam rückwärts gehen
  • Wird das Vieh unruhig, sollte man sich zügig entfernen
  • Ist keine Umgehung möglich, besser umkehren, als etwas zu riskieren

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