Europa,  Reisen

2,5 Wochen Camper Roadtrip auf die Lofoten in Norwegen

Tag 1: 07.08.21: Anreise Schweden

Für den Hinweg auf die Lofoten haben wir den schnelleren Weg über Schweden gewählt. Dazu ging es morgens um 6:00 in Mainz los, über die drei Brücken in Dänemark (Storebaeltbrücke: 19 Euro, Öresundbrücke 54 Euro) bis nach Schweden. Insgesamt sind wir am ersten Tag 1099 km bis zu einem See in Schweden gefahren, an dem wir uns einen Stellplatz gesucht haben. Solche Seen gibt es in Schweden wirklich wie Sand am Meer. 

Tag 2: 08.08.21: Von Südschweden nach Hudiksvall

Nach einem Bad im See ging es weiter Richtung Norden. Nach 683km haben wir uns wieder einen Stellplatz an einem See, in der Nähe von Hudiksvall, gesucht. Das ist wirklich ein großer Vorteil am Reisen mit Camper: man kann fahren bis man müde wird und sich dann einen Schlafplatz suchen. Am See haben wir diesen unglaublich tollen Sonnenuntergang gesehen.

Tag 3: 09.08.21: von Hudiksvall nach Lappland

Morgens sind wir die kurze Strecke bis Hudiksvall gefahren und haben uns das Örtchen angesehn.

Hudiksvall ist die zweitälteste Stadt Norrlands. Als Hafenstadt hat Hudiksvall lange von Fischfang und Handel gelebt. Die Fischerhütten in der Innenstadt erinnern daran. Anschließend haben wir uns noch eine Stunde in einem schwedischen Supermarkt rumgetrieben. Da gibt es wirklich viel zu sehen. Danach sind wir noch einige Stunden weiter Richtung Norden gefahren. Nach etwa 800km haben wir uns dann einen Stellplatz kurz vor dem Polarkreis gesucht.

Tag 4: 10.08.21: von Lappland nach Narvik in Norwegen

Kurz nach der Weiterfahrt haben wir den Polarkreis bei Jokkmokk in Lappland überquert. Die Landschaft verändert sich hier auch ganz deutlich. Die nördliche gemäßigte Zone geht hier ins Polargebiet über. Gleich zu Beginn der Polarzone standen mehrere Rentiere wie zur Begrüßung am Straßenrand. Irgendwo im Nirgendwo haben wir noch ein sehr charmantes Cafe gefunden. Der Schokokuchen hatte auf jeden Fall Substanz (Bageriet i Puoltikasvaara, Stora Vagen 1, Gallivare Schweden). Danach ging es weiter in den Abisko Nationalpark. Wir wollten eigentlich direkt weiter nach Norwegen, aber die Landschaft in Lappland hat uns so gut gefallen, dass wir noch eine spontane Wanderung reingequetscht haben. Die Wanderung zum Trollsjön ist auch wirklich lohnenswert. Man läuft durch eine Landschaft, die an die Herr der Ringe Filme erinnert zu einem wunderschönen See. Der Trollsjön ist der sauberste See Schwedens, aber auch sehr sehr kalt. Zurück am Auto ging es weiter bis zur Grenze und in Narvik auf einen Campingplatz.

Tag 5: 11.08.21: von Narvik auf die Lofoten

Heute haben wir unser großes Ziel erreicht und fahren auf die Lofoten. Wir fahren erst mal ein Stück bis Henningsvær. Das Fischerdorf mit dem berühmten Fußballfeld, das auf einer kleinen Insel liegt. Der Ort besteht aus zwei den Lofoten vorgelagerten Inseln. Er hat ganze 510 Einwohner. Anschließend haben wir uns einen Stellplatz auf dem Campingplatz Rystad gesucht, der schöne Plätze am Strand hat.

Tag 6: von Henningsvær nach Haukland Beach

Heute ging es weiter nach Haukland Beach. Für 160 NOK (16 Euro) kann man hier auf dem Parkplatz am Strand übernachten. Am Haukland Beach findet man weißen Sand und türkises Wasser und als Kontrast dazu im Hintergrund raue Berge und weidende Schafe. Von hier au wandern wir an der Küste entlang zum Uttakleiv Beach, von hier soll man besonders gut die Mitternachtssonne sehen können. Dafür sind wir leider zu spät im Jahr da. Anschließend sind wir wieder zurück spaziert und haben mit Aiko am Strand Ball gespielt.

Tag 7: 13.08.21: von Haukland Beach nach Nusfjord

Weiter ging es nach Nusfjord. Wir haben diesen Sommer wirklich Glück, dass aufgrund der Corona Beschränkungen nur sehr wenige Länder nach Norwegen einreisen dürfen. So finden wir in Nusfjord sogar einen der wenigen Parkplätze im Ort. Nusfjord ist ein malerisches Fischerdorf auf Flakstadøy, einer der Hauptinseln der Lofoten. Im 19. Jahrhundert kaufte eine Familie das Dorf und baute es zum führenden Fischerdorf aus. Heute kann es im Sommer als Freilichtmuseum besichtigt werden. Das Dorf hat uns mit seinen gelben Fischerhütten und dem Hafen sehr gut gefallen.

Tag 8: 14.08.21: von Nusfjord nach Kvalvikka Beach

Heute haben wir das Auto auf dem Parkplatz Indresand abgestellt (100 NOK), um zum Kvalvikka Beach zu wandern und dort eine Nacht zu zelten. Die Bucht ist nur zu Fuß zu erreichen. Also den ganzen Zeltkram eingepackt und los ging’s. Der Weg ist, wie fast immer hier, matschig und felsig. Ab und zu liegen Bretter auf dem Weg. Nach etwas 45 Minuten hat man den Passsattel erreicht. Von hier führt eine Hühnerleiter aus Holzbohlen runter zum Strand. Das letzte Stück ist steil und felsig. Ein richtiger weg ist nicht mehr zu sehen. Mit dem schweren Campinggepäck gar nicht so einfach. Nach insgesamt etwas 90 Minuten erreicht man dann die Bucht und die ist wirklich beeindruckend schön. Von drei Seiten ragen steile Felswände auf und das Wasser ist türkisgrün. Wir haben 12 Grad und Wind, aber es sind trotzdem noch ein paar Camper außer uns da. Wir bauen nach langem hin und her unser Zelt im Sand auf und hoffen das es hält. Später haben wir wider Erwarten das Glück einen mega Sonnenuntergang erleben zu dürfen.

Tag 9: 15.08.21: vom Kvalvikka Beach auf den Ryten und nach Reine

Nach einem Kaffee laufen bzw. klettern wir noch zur Nachbarbucht und machen uns dann auf den Rückweg. Dabei machen wir noch einen Abstecher auf den Ryten. Unsere schweren Rucksäcke lassen wir untern in der Wiese liegen, so kommen wir schnell voran. Vom Ryten hat an einen tollen Blick auf die Kvalvikka Bucht. Leider zog bei uns nach kurzer Zeit Nebel auf und alles war weiß. Also wieder runter und zurück zum Parkplatze (Sitzbänke, Strom und Toilette vorhanden). Von dort ging es weiter nach Reine. Auf dem Campingplatz Moskenes haben wir erstmal Wäsche gewaschen (je 40 NOK für waschen und trocknen) und eine Dusche war auch mal wieder nötig. Abends sind wir Essen gefahren. Was wir nicht wussten: wir sind dabei 4x über eine Brücke gefahren, deren Passage 170 NOK pro Weg gekostet hat :-D. Die Rechnung bekommt man nach Hause geschickt. Wir haben bis jetzt (Stand 06.08.22) aber irgendwie immer noch nichts bekommen.

Tag 10: 16.08.21: von Reine nach Å i Lofoten oder kurz Å

Heute sind wir bis ganz ans Ende der Lofoten gefahren. In das Örtchen mit dem klangvollen Namen Å. Hier soll es die besten Zimtschnecken auf den Lofoten geben. Ich hatte schon in Blogs gelesen, dass die Bäckerei eigentlich so gut wie immer zu hat, aber der Museumsshop verkauft sie auch. Ich hab da jetzt nicht so die Vergleichswerte, aber gut waren sie auf jeden Fall. Das Örtchen mit seinen 100 Einwohnern ist hübsch und schnell angesehen. Auf dem Rückweg sind wir nochmal im Sonnenuntergang in Reine vorbei, um die bekannte Postkartenansicht auch mal zu sehen. Dazu gehört auch die gelbe Hütte in Sakrisøy.

Tag 11: 17.08.21: von Å nach Unstadt Beach

Heute ging es weiter zurück mit einem Abstecher zum Unstadt Beach – dem angeblich nördlichsten Surfspot der Welt. Mangels Wellen haben wir uns zum ersten Mal zwei SUPs ausgeliehen und Aiko ist gleich mit draufgehüpft. So konnten wir eine Paddeltour zu einer kleinen Insel machen. Wir waren die Einzigen weit und breit. Danach hatten wir eigentlich im Norden noch ein paar Sachen geplant, aber das Wetter hat sich leider sehr verschlechtert, also ging es weiter Richtung Süden.

Tag 12: 18.08.21: Unstad Beach bis Helgeland

Heute haben wir einen Fahrtag bis Helgeland eingelegt.

Tag 13: 19.08.21: 7 Schwestern, Helgeland

Heute haben wir die Wanderung auf eine Bergspitze der 7 Schwestern gemacht. Es war sehr feucht und rutschig und als der Regen kam, mussten wir leider aufgeben. Wenn es trocken ist, aber bestimmt eine schöne Wanderung. Am Abend haben wir immerhin noch einen Elch gesehen.

Tag 14: 20.08.21: von den 7 Schwestern bis nach Trondheim

Heute haben wir wieder ein paar Kilometer Richtung Süden zurückgelegt und haben auf Höhe von Trondheim einen Stellplatz gesucht. Aiko durfte noch im Fjord planschen.

Tag 15: 21.08.21: von Trondheim zum Dovrefjell Nationalpark

Das erste Mal, dass wir zwei Nächte am selben Ort schlafen. Hier ist das Wetter wieder trocken und angenehm und wir machen zwei Wanderungen im Dovrefjell Nationalpark. Heute eine gemütliche, um die Moschusochsen zu sehen. Wir haben auch Glück und sehen eine ganze Gruppe.

Tag 16: 22.08.21: Snøhetta

Heute haben wir uns nochmal eine größere Wanderung vorgenommen und haben den Snøhetta bestiegen, den höchsten Berg Norwegens (außerhalb von Jotunheimen). Die Wanderung bestand aus viel Geröllgekraxel und oben gabs eine schöne Portion Schnee für Aiko und eine tolle Aussicht für uns. Für den Weg hoch haben wir 2,5 Stunden gebraucht. Zum Parkplatz fährt man mit dem Shuttlebus, dabei haben wir die meisten Moschusochsen gesehen.

Tag 17: 23.08.21: von Dovrefjell nach Südnorwegen

Heute haben wir den Großteil der Strecke bis zur Fähre in Kristansand erledigt und uns einen schönen Platz am Fjord gesucht, wo wir den Urlaub ausklingen lassen.

Tag 18: 24.08.21: Fähre nach Dänemark und Heimfahrt

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.